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Great Barrier Reef: Australien zensiert UNO-Bericht über Klima-Schäden



epa05136297 An undated handout picture made available by Australia's James Cook University (JCU) on 31 January 2016 shows marine life in the Great Barrier Reef, in the Coral Sea, off the coast of Queensland, Australia. A survey made by JCU researchers has found that more than three quarters of Australians feel the Great Barrier Reef, the world's largest coral reef system, is part of their national identity.  EPA/JAMES COOK UNIVERSITY AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY

Die Wassererwärmung bleicht die Korallen im Great Barrier Reef. Die australische Regierung sah den Tourismus bedroht und wehrte sich erfolgreich gegen die Erwähnung des Phänomens in einem UNO-Bericht.
Bild: EPA/AAP/JAMES COOK UNIVERSITY

Aus einem UNO-Bericht über Klimaschäden an wichtigen Tourismuszielen sind auf Druck aus Canberra alle Verweise auf Orte in Australien gestrichen worden. Wissenschaftler und Aktivisten bezeichneten die Manipulation am Freitag als «extrem verstörend».

Die Studie mit dem Titel «Welterbe und Tourismus in einem sich ändernden Klima» wurde am Donnerstag gemeinsam von der UNESCO, dem UNO-Umweltprogramm und einem Wissenschaftlerverband veröffentlicht.

Darin werden die Auswirkungen der Klimaerwärmung unter anderem auf die New Yorker Freiheitsstatue, auf Venedig und Stonehenge beschrieben. Im Entwurf gab es Verweise auf bedrohte Orte in insgesamt 29 Ländern.

Die fantastische Unterwasserwelt des Great Barrier Reef

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Als das australische Umweltministerium sah, dass das von einer massiven Korallenbleiche befallene Great Barrier Reef und zwei weitere australische Reiseziele aufgeführt werden sollten, legte es Protest ein und liess die Erwähnungen streichen. Als Grund wurde genannt, dass der Welterbe-Status der betroffenen Orte sowie die Auswirkungen des Klimawandels vermengt würden, was dem Tourismus schaden könne.

«Sie wollen den Australiern Sand in die Augen streuen, um die Bedrohungen für unsere grössten Naturwunder zu verschleiern», klagte Greenpeace-Aktivistin Shani Tager. Kein anderes Land habe gefordert, dass Abschnitte des Berichts gelöscht würden, sagte der an der Studie beteiligte Wissenschaftler Will Steffen.

(aargauerzeitung.ch)

Die grössten Klimasünder

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